Erfenschlag, der kleinste Stadtteil von Chemnitz, ist seit 1950 eingemeindet und hat heute ca. 1000 Einwohner.
Als Entstehung wird die Zeit vor 1300 angenommen. Erste urkundliche Erwähnung einer Straße mit dem Namen „Erfenslegere Straße“ in einer Urkunde vom 29. September 1402, als die Stadt Chemnitz vom Benediktinerkloster Land erwarb und diese Straße als eine Grenzmarkierung diente.
Zugehörigkeit der Gemeinde Erfenschlag zur Kirchgemeinde Einsiedel schon seit der Zeit vor der Reformation. Entwicklung zu einer bäuerlichen Gemeinde mit vierzehn Bauernhöfen um 1840, die in sieben Gehöften heute noch zu erkennen sind.
Beginn der Industrialisierung des Ortes nach 1800, als Baumwollspinnereien an der Zwönitzkrümmung errichtet wurden. Daneben entstanden Betriebe der Nahrungsmittelherstellung (Getreide- und Ölmühle); später Holz- und Metallverarbeitung sowie Textilindustrie.
Erste Belege für Anfänge des Wandertourismus im Zwönitztal und auf den umgebenden Höhen existieren um die Mitte des 19. Jahrhunderts.
Rege Bau- und Siedlungstätigkeit gab es in den zwanziger und dreißiger Jahren, besonders auf der sonnigen Seite des Steinbergs; Bau einer Turnhalle mit Gaststätte (heute „Sportlerheim“) und eines Freibades, das sich heute stadtweit als „Sommerbad Erfenschlag“ noch großer Beliebtheit erfreut.
Luftangriffe der Alliierten am 14.02.1945 und 05.03.1945 haben die meisten Häuser und Betriebe teilweise oder völlig zerstört. Dabei haben 50 Bürger ihr Leben verloren.
Die Flutkatastrophen in den Sommern von 1897, 1954 und 2002 haben im Ort erhebliche Schäden hinterlassen. Fleißige Hände haben es geschafft, dass nach einem Jahr von den entstandenen Schäden kaum noch etwas zu sehen ist.
Eine verstärkte Ausprägung des Vorortcharakters unseres Stadtteils ist durch die Errichtung zahlreicher Wohnhäuser und der damit verbundenen Verbesserung der dazugehörenden Infrastruktur eingetreten.
Die gute Erreichbarkeit des Stadtzentrums und das Leben im Grünen entschädigen die Bürger für das Fehlen eines breiten Angebotes an Geschäften, kommunalen Einrichtungen und Stätten der Unterhaltung.